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Winterling


Eranthis hyemalis - Winterling

Bei dem duftende Winterling kann man an eine leuchtende Butterblume mit grüner Halskrause denken. Tapfer trotzt er Schnee und Kälte und schenkt uns bereits im Spätwinter eine Ahnung des kommenden Frühlings. Besonders schön wirken die in der Sonne weit geöffneten Blüten, wenn sie aus einer dünnen Schneedecke golden hervorleuchten.

Herkunft: Die ursprüngliche Heimat dieses Winterlings reicht vom südostlichen Frankreich über Italien, Ungarn bis zur Türkei und Bulgarien. Dort wächst und gedeiht er hauptsächlich in den feuchten Laubwäldern und in Gebüschen und Weinbergen.

Es gibt im Handel noch den Eranthis cilicica, der etwas kleiner und zarter wirkt. Die Blütezeit beginnt nach dem Eranthis hyemalis.

Beschreibung: Der Winterling wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und kann 5 bis 15 cm hoch werden. Er gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und gilt als sehr robust und ausdauernd. Die krautige Pflanze kann große Trockenheit oder klirrenden Frost mit Hilfe ihrer im Erdreich liegenden Knolle, die als Speicherorgan dient, überdauern, ohne bleibenden Schaden zu nehmen, allerdings kann Staunässe sie vernichten. Die grundständigen 3 bis 7 teiligen Laubblätter entspringen einzeln der Knolle, sie sind langgestielt und besitzen eine rundliche Form, die meistens erst nach der Blüte erscheinen. Die Blüten öffnen sich nur bei Sonnenschein.

Standort / Pflege: Der Winterling gedeiht am besten auf nährstoffreichen, lockeren Lehmböden die etwas kalkhaltig sind und eher im hellen Halbschatten. Größere Horste können unmittelbar nach der Blüte geteilt und umgepflanzt werden, die anhaftende Erde sollte dabei nicht abgeschüttelt werden. Der Winterling gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und gilt als sehr robust und ausdauernd.
Die Blätter und Blütenstiele erst entfernen,  wenn sie komplett vertrocknet sind. Durch diese Vorgehensweise gönnt man den Frühlingsblühern eine kleine Ruhepause, die sie nach der langen Blütephase oft dringend benötigen. Sie ist notwendig, damit die Knollen im folgenden Jahr genug Kraft haben, um wieder eine Blüte zu bilden.
Knollen vor der Aussaat eine Nacht in Wasser einweichen, Pflanzzeitpunkt ist im Herbst, die Wurzelknollen sollten ca. 5 cm tief gepflanzt werden. Da die Knollen der Winterlinge leicht verletzbar sind, sollte auf Hack- oder Lockerungsarbeiten des Erdbodens unbedingt verzichtet werden.

Wuchs / Verwendung: Wie bei allen früh blühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen ziehen die oberirdischen Pflanzenteile zum Sommer hin ein. Die Pflanze überdauert bis zum Neuaustrieb im kommenden Jahr mit der im Boden liegenden Knolle, in der die Nährstoffe hierfür gespeichert werden. Mit der Zeit verwildern sie, sofern sie sich an dem jeweiligen Platz wohl fühlen und man sie ungestört wachsen lässt, dann können sich dichte Teppiche bilden.

Winterhärte: Bei passenden Bodenverhältnissen sehr winterhart.

Besonderes: Die Winterlinge werden mit Begeisterung von den Bienen angenommen, wahrscheinlich sind sie ihre erste Nektarquelle des Jahres, denn nicht einmal die Schneeglöckchen sind richtig geöffnet. Der Duft der Winterlinge ist intensiv und weit tragend, es ist der erste und stärkste Duft des Vorfrühlings, deutlich intensiver als der von Schneeglöckchen.


09.03.2018

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